L'Art de la Modulation
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Konzerte

Musik im Aufbruch Herbst 2024

Aufregende Zeiten! Neue Formen, neue Besetzungen, neue Instrumente, eine neue Klangsprache... – Die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts ist auf nahezu allen Gebieten innovativ. Alles ist in Bewegung; alte Strukturen werden aufgebrochen, neue Wege beschritten und mutige Experimente gewagt. Das Individuum mit seinen Gefühlen, Träumen, Sehnsüchten und Nöten rückt stärker in den Mittelpunkt und drückt sich persönlich aus. In Literatur und Musik werden neue Perspektiven eingenommen und eine Vielfalt unterschiedlichster Stile entsteht: Empfindsamkeit, Anakreontik, Sturm und Drang… Das Ensemble „L’Art de la Modulation“ (Freiburg) präsentiert diese neue alte oder alte neue – je nach Sichtweise – Epoche zusammen mit der Schauspielerin Jasmin Busch (Staufen), die Texte jener Zeit lesen wird. Lassen Sie sich mitnehmen zu einem Wechselspiel von Worten und Musik, bei dem es Manches zu entdecken gibt: Schobert und Rousseau, C.P.E. Bach und Klopstock, H.Fr.W. Benda und Kant, J.Chr.Fr. Bach und Lessing…

L’Art de la Modulation tritt auf in der Besetzung:
Martha Hübner, klassische Traversflöte
Marie Desgoutte, Violine
Simone Meyer, Violoncello
Enno Kastens, Fortepiano

Tête-à-tête mit Telemann

Wie berühmt Georg Philipp Telemann zu Lebzeiten in ganz Europa war und wie hoch er von seinen Zeitgenossen geschätzt wurde, zeigt sich unter anderem an den Worten des Komponisten Johann Heinrich Rolle: Das Musikschaffen in Deutschland wäre noch viele Jahre in einem erbärmlichen Zustand geblieben. Wäre da nicht Telemann gekommen, hätte „die Music aus der Finsterniß herausgezogen, und ihr einen ganz anderen und neueren Schwung gegeben.“ Mit seinem Telemann gewidmeten Programm möchte das Ensemble L'Art de la Modulation sich dem Komponisten aus einer ungewöhnlichen Perspektive nähern. So mag die Zusammenstellung der Werke auf den ersten Blick verwundern: Nur zweimal Telemann und so viele andere Komponisten? Das liegt daran, dass Telemann in diesem Konzert nicht nur durch seine eigenen Werke porträtiert, sondern in das musikalische Netzwerk seiner Kollegen, Freunde, Schüler und Familie eingebunden wird.

Wiener Melange

... widmet sich der Klassik. Im Mittelpunkt stehen Werke der großen Wiener Klassiker Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Diese werden durch Duos und Trios der weniger bekannten Komponisten Franz Alexander Pössinger (Violinist in der Wiener Hofmusikkapelle) und Ignaz Pleyel (einem Schüler Haydns) ergänzt, die den Kompositionen ihrer berühmten Kollegen durchaus das Wasser reichen können. Warum Mozart sich für Pleyels Musik begeisterte und weshalb Pössinger Beethoven in einem Rechtsstreit zur Seite stehen musste – auch das erfahren Sie im Konzert.

„Meer sollte er heißen“ – Bach und seine Familie

Wer heutzutage Bach sagt, der meint in aller Regel: JOHANN SEBASTIAN Bach. Bach – das ist für viele gleichbedeutend mit Gründervater und unübertroffenem Genie der deutschen Barockmusik. Das war jedoch nicht immer so. Zu seinen Lebzeiten war er längst nicht so bekannt und berühmt wie einige seiner Kollegen – beispielsweise Telemann, Händel oder auch sein eigener Sohn CARL PHILIPP EMANUEL. Sein Kompositionsstil galt schon gegen Ende seines Lebens als überholt und altmodisch. So braucht es auch nicht zu verwundern, dass seine Musik posthum zunächst in Vergessenheit geriet. Erst im 19. Jahrhundert begann deren Wiederentdeckung. "Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen“, schrieb Beethoven über Bach, „wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien.“ Damit bezieht sich Beethoven auf Bachs Musik. Aus heutiger Perspektive darf man vielleicht eine weiter gefasste Interpretation wagen: Bach als Stammvater der Bach-Familie, Bach als Vater von 20 Kindern, von denen viele – geprägt und aufgewachsen in einem hochmusikalischen Umfeld – selbst Musiker und Komponisten geworden sind. Bach, der durch sein eigenes Schaffen und das seiner Kinder ganze Generationen von Musikern und Komponisten nachhaltig geprägt und inspiriert hat. Könnte das nicht auch der "unendliche und unerschöpfliche Reichtum" sein, den er uns beschert hat, weit über seine Lebenszeit und sein eigenes musikalisch-kompositorisches Schaffen hinaus? Vom Vater Bach, als Vertreter des Hochbarock, spannt das Programm einen Bogen über seine Söhne WILHELM FRIEDEMANN, CARL PHILIPP EMANUEL, JOHANN CHRISTOPH FRIEDRICH und JOHANN CHRISTIAN, die jeweils ihren ganz eigenen musikalisch-kompositorischen Stil entwickelt haben, und bringt so die vielfältigen stilistischen Facetten der Musik am Übergang zwischen Barock und Klassik zu Gehör.

Wenn der König tanzt – Musik und Tanz im barocken Frankreich

Wenn der König tanzt – Musik und Tanz im barocken Frankreich Musik und Tanz waren in der höfischen Gesellschaft der Barockzeit eng miteinander verbunden. So ist beispielsweise die Suite - eine wichtige Form der barocken Instrumentalmusik – ursprünglich eine mitunter recht lose Sammlung vieler verschiedener Tanzsätze: Sarabande, Gigue, Forlane, Gavotte, Menuett, Bourée, Passepied, Courante, Rigaudon usw. Insbesondere im Frankreich des 17. Jahrhunderts gab es aber eine besondere Verknüpfung dieser beiden Künste. Ludwig XIV - Mäzen und Förderer von Kunst und Wissenschaft, Gründervater zahlreicher Königlicher Akademien (u.a. für Architektur, für Musik, für Malerei und Bildhauerei) – war selbst ein passionierter Tänzer. Das Menuett war sein Lieblingstanz. Sein Können stellte der König in jungen Jahren ausgesprochen gerne im Rahmen von höfischen Festen und Spektakeln öffentlich unter Beweis. So kam er auch zu seinem Beinamen "Sonnenkönig": 1653 tanzte er im "Ballet Royal de la Nuit" die Rolle der aufgehenden Sonne. Den roten Faden des Programms bilden barocke Tanzsätze, zu denen eine Tänzerin auftritt. Die Tanzeinlagen werden umrahmt von Werken der französischen Komponisten Leclair, Couperin, Boismortier und Barrière.

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